Seitenbereiche
Inhalt

Strafzahlungen und Schadenersatz des Arbeitgebers

Entschädigungen

Richtet ein Arbeitnehmer einen Schaden an, zahlt in vielen Fällen der Arbeitgeber. Auch Verwarngelder, die der Arbeitnehmer wegen Falschparkens zahlen muss, übernimmt oft der Arbeitgeber. Hat der Arbeitnehmer einen Ersatzanspruch gegenüber seinem Arbeitgeber, leistet dessen Versicherung. Die Finanzämter setzen solche Zahlungen gerne generell als Arbeitslohn an. Ob und in welchem Umfang Zahlungen des Arbeitgebers steuerpflichtige Lohnleistungen darstellen, kommt aber auf den Einzelfall an.

Beispiel 1:
Ein Arbeitnehmer hatte das betrieblich genutzte Kraftfahrzeug falsch betankt. Die Aufwendungen für die Reparatur des Motors zahlte der Arbeitgeber. Regressforderungen an den Arbeitnehmer sind unterblieben. Das Finanzamt wertete den Verzicht auf realisierbare Schadenersatzforderungen gegenüber dem Arbeitnehmer als geldwerten Vorteil und unterwarf diesen der Lohnsteuer. Das Finanzgericht Köln gab hier dem Finanzamt recht (29.10.2015, 15 K 1581/11). Gegen dieses Urteil ist ein Revisionsverfahren anhängig (Aktenzeichen Bundesfinanzhof VI R 34/16).

Beispiel 2:
Ein Arbeitnehmer erhielt Vergleichszahlungen von der Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers. Die Entschädigung unterwarf das Finanzamt der Lohnsteuer. Hier entschied das Finanzgericht aber, dass Voraussetzung für die Annahme von Arbeitslohn sei, dass die Zahlung „für” die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers erfolgt. Letzteres ist bei Schadenersatzzahlungen von Versicherungen nicht der Fall und damit sind Versicherungsleistungen kein Arbeitslohn.

Beispiel 3:
Eine Paketzustellerfirma übernahm für ihre Angestellten die gesamten Verwarnungsgelder wegen Falschparkens in Halteverbots- und Fußgängerzonen. Das Finanzamt behandelte die Übernahme der Verwarnungsgelder unter Berufung auf die einschlägige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs als lohnsteuerpflichtigen Arbeitslohn der Fahrer. Dem folgte das Finanzgericht Düsseldorf (4.11.2016, 1 K 2470/14 L) nicht, weil es hier nach Auffassung der Richter an einem Zufluss von Arbeitslohn aufseiten der Arbeitnehmer fehlt. Denn die Verwarnungsgelder wurden gegenüber dem Unternehmen als Halter der Fahrzeuge festgesetzt. Damit erfüllt der Arbeitgeber eine eigene Verbindlichkeit. Dass die Fahrer die Ordnungswidrigkeit begangen haben, ist nach Auffassung der Richter unerheblich. Gegen dieses Urteil wurde die Revision zugelassen.

Stand: 27. Februar 2017

Über uns: Wir sind Steuerberater und Unternehmensberater mit langjähriger Erfahrung in der Region Chiemsee. An unseren Standorten in Seebruck und Bad Endorf beraten wir unsere Mandanten zu allen Themen des Steuerrechts.

Foto: Segelboot -

Fenzl & Pumpe

Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Kanzlei in Seebruck

Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Haushoferstraße 18
83358 Seebruck
Deutschland

+49 8667 8888 75 info@fep-berater.de

Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Kanzlei in Bad Endorf

Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft Fenzl & Pumpe Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Bahnhofstraße 27
83093 Bad Endorf
Deutschland

+49 8053 4088 60 info@fep-berater.de

Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite
Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite

Scannen Sie ganz einfach mit einem QR-Code-Reader auf Ihrem Smartphone die Code-Grafik links und schon gelangen Sie zum gewünschten Bereich auf unserer Homepage.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Coronavirus (Covid-19) hat die heimische Wirtschaft erreicht. Wir nehmen die Verantwortung in der sich aktuell schnell verändernden Lage sehr ernst.

Ihr Wohlergehen, sowie das unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben für uns oberste Priorität.

Aus diesem Grund haben wir in der aktuellen Situation entschieden, soweit es möglich ist Heimarbeitsplätze für unsere Mitarbeiter/innen einzurichten bzw. unsere Kanzleistandorte im Zweischichtbetrieb zu führen, um weiterhin unseren Kanzleibetrieb aufrecht erhalten zu können. Wir versuchen dadurch die Begegnungspunkte zu minimieren.

Bitte berücksichtigen Sie aber, dass wir derzeit keinen Parteiverkehr durchführen können und bitten Sie gleichzeitig uns per Post, E-Mail oder Telefon zu kontaktieren.

Unser Sekretariat ist von Montag bis Donnerstag jeweils von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 erreichbar, individuelle Telefontermine können nach Absprache jederzeit vereinbart werden.

Wir wünschen Ihnen in diesen herausfordernden Zeiten alles Gute und vor allem, dass Sie gesund bleiben!

OK